micro:bit V2 · MakeCode · ohne Konto

micro:bit SCHNELLSTART. PROGRAMMIEREN ZUM ANFASSEN.

Der micro:bit ist ein kompakter, programmierbarer Mini-Computer für den Bildungsbereich. Er macht Hard- und Software für Anfänger greifbar: Knöpfe drücken, Sensoren ausprobieren, LEDs steuern und direkt testen.

Themen dieser Anleitung
micro:bit Vorderseite
Das bietet der micro:bit
Spielerisch programmieren
Sensoren ausprobieren
Kreativ basteln

Hardware

Der micro:bit V2 steckt voller kleiner Sensoren. Du musst nicht gleich alles verstehen – wichtig ist vor allem, schnell etwas Sichtbares oder Hörbares zu bauen und Spaß dabei zu haben.

Vorderseite des micro:bit V2 mit den Tasten A und B, dem 5x5-LED-Display, Touch-Logo und den goldenen Pins

Vorderseite – Tasten, LED-Display, Touch-Logo und Pins.

1
Eingabe

Tasten A und B: Mit ihnen kann dein Programm auf Knopfdruck reagieren.

2
Ausgabe

LED-Display: 25 kleine LEDs zeigen Bilder, Zahlen und laufenden Text.

3
Berührung

Touch-Logo: Das goldene Logo erkennt Berührung und kann wie eine zusätzliche Taste genutzt werden.

4
Sensor

Mikrofon: Damit kann der micro:bit Geräusche erkennen – zum Beispiel ein Klatschen, oder er kann messen, wie laut es im Raum ist.

5
Anschlüsse

Goldene Pins: Hier kannst du Krokodilklemmen anschließen, zum Beispiel für Pappe, Alufolie, LEDs oder einfache Sensoren.

Grenzenlose Möglichkeiten

Der micro:bit ist ein kompakter Computer für spannende Technik- und Programmierprojekte.

Werde zum Erfinder, entwickle eigene Spiele oder miss die Welt um dich herum. Der micro:bit kann anzeigen, messen, reagieren, Töne machen, Dinge steuern und mit anderen micro:bits funken – ganz ohne Löten oder teures Zubehör.

micro:bit Experimente
V2 im Einsatz

Auf dem Foto wird ein Steckbrett (Breadboard) benutzt. Das ist praktisch für größere Experimente, gehört aber nicht zur normalen micro:bit-Grundausstattung.

Kreative Bastler

Instrumente & Pappe

Kombiniere den micro:bit mit Alltagsgegenständen. Verbinde Alufolie und Pappe mit Krokodilklemmen an den großen Pins, um eigene Controller, ein Bananen-Klavier oder Papp-Gitarren zu bauen.

Spieleentwickler

Drahtlose Action

Dank der eingebauten Funk-Funktion (Radio) können mehrere micro:bits miteinander kommunizieren. Ideal für Multiplayer-Spiele wie "Schere, Stein, Papier" oder eine rasante Runde "Heiße Kartoffel".

Forscher & Entdecker

Die Welt messen

Mache Unsichtbares sichtbar. Schätze die Temperatur mit dem Sensor im Prozessor, zähle deine Schritte mit dem Beschleunigungssensor oder baue einen digitalen Kompass für eine Schatzsuche.

Schritt 1: Setup

Der micro:bit braucht Strom und eine Verbindung, um dein Programm zu übertragen. Wähle die Anleitung, die zu deinem Gerät passt.

Was ist in deinem Set?
01

micro:bit V2

Der kleine Computer mit LEDs, Tasten, Sensoren, Lautsprecher und Funk.

02

USB-Datenkabel

Für Strom und zum Übertragen am Computer; wichtig ist ein Datenkabel, nicht nur ein Ladekabel.

03

Batteriehalter + 2 AAA

Damit dein Programm auch ohne Computer weiterläuft, zum Beispiel in der Pappschablone.

04

Pappschablone

Hält micro:bit und Batteriehalter zusammen und schützt die Teile beim Ausprobieren.

Windows

USB-Datenkabel

  1. Verbinde den micro:bit mit einem Micro-USB-Datenkabel.
  2. Er startet sofort und erscheint im Explorer als Laufwerk MICROBIT.
  3. Nutze am besten Chrome oder Edge für die direkte Übertragung aus MakeCode.
iOS

Nur App + Bluetooth

Kein Flashen per Kabel
  1. Nutze den Batteriehalter mit 2 frischen AAA-Batterien.
  2. Installiere die offizielle micro:bit App und aktiviere Bluetooth.
  3. Programmiere in der App oder im Browser und übertrage anschließend mit der App.
  4. Das USB-Kabel kann am iPad/iPhone nicht zum Flashen verwendet werden.
Android

Kabel empfohlen

App, falls Kabel nicht klappt
  1. Empfohlen: Verbinde den micro:bit per USB-Datenkabel oder Adapter mit dem Android-Gerät.
  2. Öffne MakeCode in Chrome oder Edge und übertrage per Kabel.
  3. Wenn das Kabel nicht klappt: Nutze Batteriehalter, Bluetooth und die offizielle Android-App.

Die erste Demo

Neue Geräte zeigen meist ein eingebautes Demo-Programm. Drücke die Tasten A und B, schüttle den micro:bit und berühre das goldene Logo auf der Vorderseite, um es auszuprobieren. Zum Ausschalten: Strom trennen (am Stecker ziehen!) oder den Reset/Power-Knopf auf der Rückseite 5 Sekunden drücken (Schlafmodus).

Batterie & Schablone

So wird der micro:bit mobil

  1. Schiebe die schwarze Abdeckung des Batteriehalters auf und setze die 2 AAA-Batterien passend zu + und - ein.
  2. Lege den Batteriehalter in die vorgesehene Tasche der Pappschablone. Das Kabel soll durch die Aussparung nach oben zum micro:bit zeigen.
  3. Stecke den weißen Batteriestecker vorsichtig in die weiße Buchse auf der Rückseite des micro:bit. Nicht an den bunten Kabeln ziehen.
  4. Wenn die Schablone locker sitzt: Batteriehalter mit einem Gummiband oder Klebestreifen sichern, aber keine Pins oder Kontakte überkleben.

Batterielaufzeit: Mit frischen AAA-Batterien reicht der micro:bit bei einfachen LED- und Sensorprogrammen meist für mehrere Unterrichtsstunden. Funk, Lautsprecher, sehr helle LEDs, Motoren oder zusätzliche Sensoren verkürzen die Laufzeit deutlich.

Schritt 2: MakeCode

Der micro:bit macht nur das, was dein Programm ihm sagt. Wir programmieren mit bunten Blöcken, ganz ohne Code-Tippen.

Blöcke verstehen

Die Form verrät, wohin ein Block passt

In MakeCode ist die Farbe die Kategorie, aber die Umrissform ist der wichtigste Hinweis: Nur passende Formen rasten ineinander ein. Wenn ein Block nicht passt, braucht diese Lücke einfach eine andere Form (das nennt man Datentyp).

MakeCode-Block: zeige Symbol mit Herz-Symbol

Befehlsblöcke

Stapelbare Blöcke mit Kerbe und Nase. Sie werden von oben nach unten ausgeführt.

MakeCode-Block: wenn Knopf A gedrückt

Start- & Ereignisblöcke

Diese Blöcke starten einen kleinen Programmstapel, z. B. beim Start oder bei einem Tastendruck.

MakeCode-Block: wähle eine zufällige Zahl von 1 bis 6

Werte

Runde Blöcke liefern eine Zahl oder einen Text. Sie gehören in passende Eingabefelder und laufen nicht allein.

MakeCode-Block: wahr

Wahr/Falsch

Spitze, sechseckige Blöcke sind Bedingungen. Sie passen in "wenn", "sonst wenn" oder "solange" und beantworten Ja/Nein-Fragen.

Beispiel aus dem Bild: wahr ist eine Bedingung, die immer erfüllt ist. Über das kleine Dreieck kann sie meist auf falsch umgestellt werden.

Der Editor

Microsoft MakeCode

Starte MakeCode im Browser (makecode.microbit.org) oder innerhalb der App. Erstelle ein neues Projekt. Eine Anmeldung oder ein Konto ist nicht nötig.

1. Neues Projekt

Klicke auf Neues Projekt und gib einen kurzen Namen ein (aus Datenschutzgründen am besten nicht deinen vollen Namen).

2. Blöcke ziehen

Ziehe Befehle aus der mittleren Werkzeugleiste auf die Arbeitsfläche und stecke sie wie Puzzleteile zusammen.

3. Im Simulator testen

Links im Editor läuft ein virtueller micro:bit. Dort siehst du sofort, ob dein Programm funktioniert.

Projekt erstellen in MakeCode
Dialog: Projekt erstellen
Sprache auf Deutsch umstellen

Falls MakeCode auf Englisch startet:

  1. Oben rechts auf das Zahnrad-Symbol klicken.
  2. Im Menü Language auswählen.
  3. In der Liste Deutsch auswählen.
Wichtig

Dein Projekt wird nur in diesem Browser gespeichert. Wenn du an einem anderen PC weiterarbeiten willst, musst du es herunterladen.

Dein erstes Programm

Spielen wir einmal den kompletten Ablauf durch: Projekt erstellen, Blöcke bauen, testen, übertragen. Danach wirken die nächsten Experimente viel leichter.

Erster Test: leuchtendes Herz

So baust du dein erstes Erfolgserlebnis

  1. Öffne makecode.microbit.org und klicke auf Neues Projekt.
  2. Öffne die Kategorie Grundlagen und nimm den Block dauerhaft.
  3. Ziehe den Block zeige Symbol in den dauerhaft-Block und wähle das Herz aus.
  4. Schau links in den Simulator: Wenn dort ein Herz erscheint, funktioniert dein Code.
  5. Übertrage das Programm mit Herunterladen bzw. Flash. Auf Windows und Android am besten per Kabel, auf iPad/iPhone per App und Bluetooth.
MakeCode-Blöcke: dauerhaft zeige Symbol Herz
Code im Bild: Der micro:bit zeigt dauerhaft ein Herz auf dem LED-Display.
Wenn es nicht sofort klappt

Prüfe zuerst den Simulator. Wenn er funktioniert, liegt das Problem meist beim Übertragen: anderes USB-Kabel testen, warten bis die gelbe LED nicht mehr blinkt, oder auf iOS/Android die App-Verbindung neu starten.

Schritt 3: Übertragen

Erst im Simulator testen, dann auf den echten micro:bit laden. Der beste Weg hängt davon ab, ob du am Computer, iPad/iPhone oder Android-Gerät arbeitest.

Computer

Direkt per Kabel

  1. Klicke in MakeCode auf Herunterladen.
  2. In Chrome oder Edge kannst du den micro:bit direkt koppeln und flashen.
  3. Falls nur eine .hex-Datei entsteht: Ziehe sie auf das Laufwerk MICROBIT.
iPad & iPhone

App + Bluetooth

  1. Versorge den micro:bit mit dem Batteriehalter.
  2. Kopple ihn in der offiziellen micro:bit App.
  3. Übertrage dein Programm anschließend per Bluetooth.
Android

Kabel zuerst

  1. Wenn möglich: USB-Datenkabel oder Adapter in Chrome/Edge nutzen.
  2. Wenn das nicht klappt: Batteriehalter anschließen und über die App per Bluetooth flashen.
  3. Warte nach dem Übertragen, bis die gelbe LED nicht mehr blinkt.
Woran du erkennst, dass es fertig ist

Während der Übertragung blinkt die gelbe LED auf der Rückseite. Danach startet dein Programm automatisch neu.

Erste Projekte

Such dir ein kleines Projekt aus und verändere danach nur eine Sache: Text, Symbol, Ton, Sensor oder Auslöser.

Projekt 01

Namensschild

MakeCode-Blöcke für ein Namensschild mit laufendem Text

Lass deinen Namen oder eine kurze Nachricht über das LED-Display laufen. Danach kannst du mit Symbolen und Pausen spielen.

Projekt 02

Schüttel-Würfel

MakeCode-Blöcke für einen Würfel, der beim Schütteln eine Zufallszahl zeigt

Wenn der micro:bit geschüttelt wird, zeigt er eine zufällige Zahl. Damit wird aus dem Sensor ein kleines Spielzeug.

Projekt 03

Tür-Alarm

MakeCode-Blöcke für einen einfachen Alarm mit Beschleunigungssensor

Reagiere auf Bewegung und spiele einen Ton ab. Das ist ein guter Einstieg in Sensoren, Bedingungen und Ausgaben.

Fortgeschrittene Ideen

Wenn die ersten Programme funktionieren, helfen diese Konzepte bei größeren Projekten mit mehr Logik, Sensoren und mehreren micro:bits.

Ereignisse

Mehr als ein Startpunkt

MakeCode-Ereignisblock für eine Eingabe

Programme können auf Tasten, Gesten oder empfangene Funknachrichten reagieren.

Variablen

Werte merken

MakeCode-Blöcke für eine Variable

Mit Variablen speicherst du Punkte, Zustände oder Messwerte, die später wieder gebraucht werden.

Zufall

Spiele lebendiger machen

MakeCode-Block für eine zufällige Zahl

Zufallszahlen passen zu Würfeln, Reaktionstests und kleinen Spielen mit Überraschung.

Schleifen

Wiederholen lassen

MakeCode-Schleifenblock

Schleifen wiederholen Aktionen, ohne dass du denselben Block immer wieder kopieren musst.

Bedingungen

Wenn, dann, sonst

MakeCode-Bedingungsblock

Bedingungen lassen dein Programm Entscheidungen treffen, zum Beispiel je nach Knopfdruck oder Messwert.

Funk

micro:bits reden miteinander

MakeCode-Funkblock

Mit Radio senden mehrere micro:bits Nachrichten aneinander. Das eignet sich für Teamspiele und Fernsteuerungen.

Funktionen

Eigene Blöcke bauen

MakeCode-Funktionsblock

Funktionen fassen mehrere Schritte zusammen. Das macht große Programme übersichtlicher und leichter zu verändern.

Einkaufsliste für größere Projekte

Diese Dinge sind Zusatzmaterial. Sie sind nicht nötig für den Schnellstart und werden hier bewusst ohne Shop-Links genannt.

Steckbrett (Breadboard)

Damit kannst du Bauteile und Kabel ohne Löten zusammenstecken. Praktisch für größere Schaltungen, Prototypen und Experimente wie im Foto oben. Es gehört nicht zur normalen micro:bit-Grundausstattung.

Krokodilklemmen

Sie verbinden die großen Pins mit Alufolie, Pappe, leitfähigem Material oder einfachen Bauteilen. Für erste Bastelprojekte sind sie oft einfacher als sehr dünne Jumperkabel.

Jumperkabel

Diese kurzen Steckkabel verbinden den micro:bit über ein Breakout-Board mit dem Breadboard. Achte auf passende Enden: männlich/männlich, männlich/weiblich oder weiblich/weiblich.

Breakout-Board für micro:bit V2

Ein Adapter führt die kleinen Pins des micro:bit auf gut erreichbare Steckkontakte. Das hilft, wenn du mehr als die großen Pins 0, 1, 2, 3V und GND nutzen möchtest.

LEDs + Widerstände

Damit kannst du externe Lichter steuern. Widerstände schützen die LEDs und den micro:bit vor zu viel Strom.

Servomotor

Ein kleiner Servo bewegt einen Hebel auf eine bestimmte Position. Gut für Schranken, Zeiger, kleine Roboterarme oder mechanische Anzeigen.

Externe Sensoren

Zum Beispiel Abstand, Feuchtigkeit oder Helligkeit. Sie erweitern die eingebauten Sensoren, brauchen aber passende Verkabelung und eine saubere Stromversorgung.

Bastelmaterial

Pappe, Klebeband, Gummibänder, Alufolie und Holzstäbchen machen aus dem Programm ein echtes Objekt, das man anfassen, testen und verbessern kann.

Hilfe

Wenn etwas nicht klappt, öffne nur den Punkt, der zu deinem Problem passt. Meist ist es ein Kabel, eine Verbindung oder ein kleiner Block-Fehler.

USBKein Laufwerk MICROBIT

Viele Ladekabel übertragen keine Daten. Nutze ein echtes Micro-USB-Datenkabel und probiere bei Bedarf einen anderen USB-Port aus.

Datei.hex verschwindet sofort

Das ist normal. Das Laufwerk funktioniert wie ein Briefkasten: Die Datei wird verarbeitet, danach startet der micro:bit neu.

CodeLEDs blinken nicht

Computer sind sehr schnell. Wenn du LEDs an- und ausschaltest, baue Pausen ein. Lose, graue Blöcke werden nicht ausgeführt.

KompassKalibrierung erscheint

Bei „Tilt to fill screen“ den micro:bit langsam im Kreis neigen, bis alle LEDs leuchten. Danach kann der Kompass Messwerte liefern.

StromPowerbank schaltet ab

Manche USB-Powerbanks erkennen den niedrigen Stromverbrauch des micro:bit nicht. Nutze dann besser den AAA-Batteriehalter.

BatterieBatteriehalter einsetzen

Achte auf Plus und Minus. Der Batteriehalter gehört in die Tasche der Pappschablone, das Kabel zeigt zum micro:bit. Beim Abziehen immer den weißen Stecker greifen.

LichtHelligkeit zeigt 0 an

Beim ersten Lesen kann das normal sein. Achte außerdem darauf, dass du die obere LED-Reihe nicht mit den Fingern abdeckst.

AusStecker vs. Kabel

Ziehe immer am weißen Stecker des Batteriepacks, niemals an den bunten Kabeln. Alternativ: Reset/Power 5 Sekunden halten, um den micro:bit in den Schlafmodus zu versetzen.

SicherheitKurzschluss vermeiden

Verbinde den 3V-Pin und den GND-Pin niemals direkt miteinander, zum Beispiel mit einem Kabel oder einer Krokodilklemme. Das kann den micro:bit beschädigen.